Kooperationen

Incomindios unterstützt die Konzernverantwortungsinitative

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Wer wir sind

Seit 1974 setzt sich die Schweizer Menschenrechtsorganisation Incomindios für die Rechte der Indigenen Völker weltweit ein. Wobei ein besonderer Fokus auf Nord-, Mittel- und Südamerika gelegt wird. Seit 2003 hat Incomindios den Beraterstatus an der UNO (ECOSOC).

Wer ist indigen?

Die Frage, welche ethnische Gruppen als indigen bezeichnet werden können beziehungsweise sich selbst dieser Kategorie zuordnen, gibt weiterhin Anlass für Kontroversen. Letztlich enden alle Debatten immer wieder bei einer Arbeitsdefinition, die der ecuadorianische Anwalt und Diplomat José Martínez Cobo in seiner von den Vereinten Nationen in den 1970er Jahren in Auftrag gegebenen Studie zur Diskriminierung indigener Bevölkerungen formulierte.

Sie basiert auf verschiedene objektive Kriterien und einer subjektiven Selbstidentifikation. Zu den Gemeinsamkeiten indigener Gruppen zählt er die historischen Erfahrungen von Kolonialismus und Eroberung, die kulturelle Differenz von der nationalen Mehrheitsgesellschaft sowie die gegenwärtige Marginalisierung und Benachteiligung. Indigenität geht also nicht zwingendermassen mit einer bestimmten Lebensweise einher.
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Ja zum Atomausstieg – den Indigenen zuliebe

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Ein Ja zum Atomausstieg ist ein Ja für die Rechte und die Gesundheit Indigener, die sehr stark von den lebensbedrohlichen Folgen der Uranförderung betroffen sind. Denn ein effektives Mittel gegen den Abbau radioaktiver Stoffe ist die Senkung der Nachfrage. Ein ausführlicheres Factsheet zu den Gefahren der Urangewinnung sowie zur bevorstehenden Abstimmung zum Atomausstieg findet sich hier.

Bereits 2015 engagierte sich Incomindios aktiv für den Protest gegen den Uranabbau sowie für den Schweizer Atomausstieg. In diesem Zusammenhang wurde ein Vortragsabend organisiert, an dem unter anderen auch Charmaine White Face sprach, die im Namen der Lakota Entschädigungen sowie die umfassende Renaturierung der Uranminen fordert.


Freiwilligentreffen 8. Oktober 2016

Incomindios führt am 8. Oktober 2016 ein Freiwilligentreffen in Bern durch. Sinn und Zweck dieses Treffens liegt darin, die neuen Projektideen zu präsentieren und weitere Freiwillige zu begeistern sich aktiv bei Incomindios zu beteiligen. Das Ziel der Freiwilligenarbeit ist, die Öffentlichkeit über die Indigenen Völker zu sensibilisieren und Unterstützung zu bewirken. Wie schon der uruguayische Schriftsteller Eduardo Galeano sagte: „Viele kleine Leute, an kleinen Orten, mit kleinen Taten, können die Welt verändern“.

Diverse Projekte in unseren Dossiers „Rechte“, „Ressourcen“ und „Kultur und Bildung“ stehen in folgenden Bereichen voran:

  • Pädagogik/Ethnologie: der Ausbau der Module an den Schulen für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie deren Durchführung in der ganzen Schweiz
  • Wissenschaftliche Mitarbeit in rechtlicher, ethnologischer und/oder politischer Hinsicht: regelmässige Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung und Rohstoffabbau im Zusammenhang mit indigenen Völker sowie Studien über indigene Völker
  • Germanistik und Publizistik: Reportagen und ÜbersetzungsarbeitOrganisatorisches / öffentliches Auftreten / Campaigning: Organisation und Durchführung von Standaktionen und Kampagnen, auch mit Partnerorganisationen (unter anderem betreffend Atomausstieg oder Gewalt an indigenen Frauen )
  • Verschiedenes: UNO-Repräsentation in Genf mit Relevanz für indigene Völker

Konkret & aktuell
Wir suchen freiwillige Aktive für folgende Projekte und Positionen, für die man sich ab sofort unter jobs@incomindios.ch melden kann:

  • Kampagnenmitarbeiter-in, Geordneter Atomausstieg (Abstimmung 27. November)
  • Organisation Filmfestival zu Indigenen, Kultur & Ressourcen
  • Freiwilligenkoordinator-in
  • Inschu (Incomindios in Schulen) Dossier-Leitung
  • Projektleitung Shipibo Recycling Taschen (Nachhaltigkeit & indigenes Kunsthandwerk, Peru)

Nachfolgend die Eckdaten des Freiwilligentreffens:

Datum: Samstag, 8. Oktober 2016

Ort: Sous le Pont (Rössli), Neubrückstrasse 8, Bern

Zeit: 18 Uhr

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen!


JA zur Grünen Wirtschaft – Gegen Ressourcenraub auf indigenem Land!

Medienmitteilung – Appell ans Schweizer Stimmvolk, Zürich, 12. September 2016
JA zur Grünen Wirtschaft – Gegen Ressourcenraub auf indigenem Land!

Incomindios, das internationale Komitee für Indigene Völker, empfiehlt dem Schweizer Stimmvolk dringend, die Initiative für eine Grüne Wirtschaft anzunehmen. Unter unserem aktuellen Energie- und Ressourcenkonsum leiden indigene Völker besonders stark. Auch sind sie überdurchschnittlich vom Klimawandel betroffen.

Der fortwährende und brutal geführte Ressourcenraub auf ihrem Land bedroht das Leben indigener Völker unmittelbar. Die transnationalen Wirtschaftsakteure dringen weltweit immer tiefer in indigene Gebiete ein und vertreiben die lokale Bevölkerung, um natürlichen Ressourcen auszubeuten1. Die moderne Konsumgesellschaft befriedigt ihren Wunsch nach immer billigeren und stets neuen Konsumartikeln auf dem Rücken derjenigen, die weder politische Macht, noch die finanziellen Mittel haben, um sich gegen Raub und Verletzungen ihrer Rechte zur Wehr zu setzen.

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Indigene protestieren für Klima-Gerechtigkeit an der COP21 2015 in Paris.

Klimaextreme bedrohen die Existenz indigener Gemeinschaften zusätzlich.
Unser hoher Ressourcenverbrauch, der damit einhergehende CO2Ausstoss und Klimawandel treffen indigene Gemeinschaften, die oft in unwirtlichen ländlichen Regionen beheimatet sind (oder dahin verdrängt wurden) unverhältnismässig stark.

In trockenen Gebieten breiten sich Wüsten weiter aus, die Süsswasservorkommen gehen zurück, während der Meeresspiegel steigt. Dadurch stehen ganze Inseln wie Tuvalu kurz vor dem Untergang und deren indigene Bewohner sind gezwungen, das Land ihrer Ahnen, die Wurzeln ihrer Kultur verlassen. Auch die Inuit spüren die Erderwärmung und müssen ihre Ernährung und Kultur Veränderungen der Flora und Fauna anpassen. Der Präsident des Jugendrates der Inuit sieht in seinem Volk „das menschliche Barometer des Klimawandels“2 während im Südpazifik bereits die ersten Klimaflüchtlinge aus weggespülten Dörfern in Neuseeland und Australien landen.3 4

Indianer protestierten in Paris
Aus der ganzen Welt sind Ende 2015 indigene Gruppen nach Paris an die Weltklimakonferenz COP21 gereist, um sich Gehör zu verschaffen5. Die Völker, ihre Delegierten und Ältesten wissen, dass es bei der Debatte um nichts Geringeres geht, als die Zukunft des Planeten. Bei den nordamerikanischen Ureinwohnern ist das ökologische Konzept der „Sieben Generationen“ tief im Bewusstsein verankert. Mit ihrem traditionellen Wissen um die Vorgänge der Natur und nachhaltigem Lebensstil könnten Indigene eine Schlüsselrolle für das Weltklima spielen6. Dieses Prinzip wird u.a. von den Haudenosaunee (Irokesen) hochgehalten und steht in ihrem „Grossen Gesetz des Friedens“. Es lehrt, dass der Mensch sieben Generationen mit seinen Taten verpflichtet ist. Auch der bekannte indigene Jungmusiker und Klima-Aktivist Xiuhtezcatl Martinez hat an der Klimakonferenz in der Paris eine Rede über die Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen gehalten7.

Alles ist miteinander verbunden. Klimawandel ist das Thema, welches unsere Generation bestimmt. Wir entscheiden genau jetzt über die Zukunft der Menschen auf dem Planeten. Was wird unser Vermächtnis an die kommenden Generationen sein?“ – Xiuhtezcatl Martinez, indigener Klima-Aktivist

www.earthguardians.org

www.earthguardians.org

Die Schweiz in der Pflicht
Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) schrieb vor einem Jahr „Weltweit wird es wärmer. Seit der vorindustriellen Zeit sind die Temperaturen im weltweiten Durchschnitt um 0,85 Grad Celsius angestiegen.“ Die Schweiz sei treibende Kraft bei den Klimaverhandlungen in Paris gewesen, an der Bundesrätin Doris Leuthard für die Schweiz das bindende Abkommen unterzeichnet hat. Neben der Reduktion der Treibhausgase, müssen auch Marktmechanismen geschaffen werden, damit die Ziele erreicht werden können8.

Die Initiative für eine „Grüne Wirtschaft“ ist die logische Konsequenz nach dem Klimaabkommen, das den meisten Indigenen und vielen NPOs noch nicht weit genug geht. Immerhin sind reiche Industrienationen wie die Schweiz dazu verpflichtet, mehr Gelder für die Erreichung der Ziele einzusetzen, als wirtschaftlich schwächere Nationen.

Ohne ein Umdenken in der Konsumgesellschaft und entsprechende gesetzliche Regulierungen, ist ein Ende der Ausbeutung von Mensch und Umwelt kaum denkbar. Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft sind geschlossene Stoffkreisläufe nötig, welche die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Ziel ist es, bis ins Jahr 2050 den ökologischen Fussabdruck der Schweiz so zu reduzieren, dass er auf die Weltbevölkerung hochgerechnet “eine Erde“ nicht überschreitet.

Der Bund soll Forschung, Innovation und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen fördern, Vorschriften für Produktionsprozesse, Produkte und Abfälle sowie für das öffentliche Beschaffungswesen erlassen und Steuer- oder Budgetmassnahmen ergreifen. Insbesondere kann er positive steuerliche Anreize schaffen und eine zweckgebundene oder haushaltsneutrale Lenkungssteuer auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen erheben9.

Die InitiantInnen wollen die „Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und der nachhaltigen Ressourcennutzung in der Verfassung verankern. Das heisst, dass Rohstoffe möglichst wiederverwendet bzw. zu rezykliert werden sollen.“10 Dies ist ein erfolgsversprechender Ansatz, um einerseits das Umdenken in der Gesellschaft zu fördern, andererseits in der Wirtschaft ganz konkrete Massnahmen einzuleiten. Wir müssen uns von der Wegwerfgesellschaft verabschieden und einen sorgsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen pflegen. Wir können unseren Wohlstand nicht länger auf den Schultern von Bauern und Fabrikarbeiterinnen in den Ländern des Südens gründen.

Incomindios hofft auf ein JA am 25. September 2016 – in der Verantwortung gegenüber den indigenen Völkern und ihrem Prinzip der „Sieben Generationen“.

Wir unterstützen folgende Ansätze zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele:

  • Kostenwahrheit schaffen durch Offenlegung der Produktions- und Transportkette
  • Umwelt- bzw. Lenkungsabgabe auf CO2-intensive Produkte
  • Alle Inhaltsstoffe genau deklarieren und Hersteller bzw. Importeure in die Pflicht nehmen
  • Einführung einer Kerosinsteuer, welche die Ausgaben für Reparation von Umweltschäden berücksichtigt
  • Förderung nachhaltiger Energiequellen (Wind, Wasser, Solar)
  • Sofortiger Ausstieg aus Kohle- und Atomenergie bzw. Abhängigkeit von Kohle- u. Uranminen
  • Förderung der Bioproduktion im In- und Ausland (solide Zölle auf Billigproduktionen, jedoch tiefere Zollgebühren für biologische und nachhaltige Importe)
  • Graue Energie transparent deklarieren und besteuern
  • Förderung lokaler inländischer Produktionen und Kleinbetriebe
  • Sofortiges Ende der Subventionen auf die energieintensiven Fleisch- und Milchprodukte
  • Stopp der Futtermittel-Importe (Gen-Soja-Monokulturen, gewachsen auf einstigem Regenwaldgebiet)11
  • Ende jeglicher Unterstützung auf Importe und Exporte (Transport-Emissionen)
  • Förderung langlebiger, hochwertiger Produkte ohne eingebauter Verfallsdaten
  • Produkte aus Monokulturen, welche Diversität vernichten, sind mit einer Steuer zu belegen

Kontakt: Lorenz Häberli
Geschäftsleitung Incomindios

mail: lorenz.haeberli@incomindios.ch
Tel: 044 383 03 35
www.incomindios.ch

Quellenangaben:

1 http://incomindios.ch/themen/ressourcen/
2 https://www.theguardian.com/environment/2015/dec/10/paris-climate-change-talks-arctic-inuit-youth-cop21
3 https://www.theguardian.com/environment/2015/dec/10/paris-climate-change-talks-arctic-inuit-youth-cop21
4 http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-08/neuseeland-klimawandel-tuvalu-asyl
5 https://intercontinentalcry.org/indigenous-rights-cut-from-paris-agreement-why-it-concerns-us-all/
6 http://incomindios.ch/allgemein/cop21-indigene-stimmen-kaum-gehoerte-schluesselrolle-bei-klima-zielen/
7 https://www.youtube.com/watch?v=8HqvSerfJvI
8 http://www.bafu.admin.ch/klima/03449/12696/index.html?lang=de&msg-id=59950
9 https://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis402t.html
10 http://www.gruene.ch/gruene/de/kampagnen/abstimmungen/gruwi_de.html
11 http://incomindios.ch/ag-ressourcen/soja-futtermittel-bedroht-indigene-an-leib-und-leben/


Kulturaustausch mit Mohawk-Schülern aus Akwesasne

Das Akwesasne Wappen

Das Akwesasne Wappen

Anlässlich einer von der Menschenrechtsorganisation Incomindios organisierten kulturellen Austauschwoche zwischen Mohawk und Schweizer Schülern, die zusammen die Westschweiz, Bern und Zürich erkunden werden, präsentieren zwei Verantwortliche aus der Akwesasne Freedom School, einer indigenen Schule der Mohawk-Gemeinschaft Akwesasne, in welcher nur auf Mohawk-Sprache (Kanien’kéha) unterrichtet wird, ihre Schule sowie deren Bedeutung für die Erhaltung der Mohawk und Haudenosaunee (Irokesen)-Kultur. Dabei werden Sie auch spannende Einblicke in diese Kultur des nordamerikanischen Ostens erhalten.

Anschliessend sind Sie aufs traditionelle “Social” (Tanz mit Wassertrommel) sowie auf ein kleines Apéro herzlich eingeladen!

Präsentationen mit den indigenen Gästen und Organisator Patrick Bapst
Do, 30. Juni, 19h – Pole Sud, Jean-Jaques Mercier 3, 1003 Lausanne

Fr, 1. Juli, 19h  – Käfigturm, Marktgasse 47, 3003 Bern

Tagesaktuelle Informationen zu den Aktivitäten der Kulturwoche in der Schweiz:
akwesasneswitzerland.tumblr.com

Die SchülerInnen-Delegation aus Akwesasne

Die SchülerInnen-Delegation aus Akwesasne


Generalversammlung, Freitag 3. Juni 2016

Wandellust.ch Zollikerstrasse 74, 8008 Zürich  (Bus 33 bis Botanischer Garten od. Tram 2/4 bis Höschgasse)

Wandellust.ch Zollikerstrasse 74, 8008 Zürich
(Bus 33 bis Botanischer Garten od. Tram 2/4 bis Höschgasse)


Soja-Futtermittel bedroht Indigene an Leib und Leben

Auf der ganzen Welt protestieren Bauern für das Überleben der Kleinbetriebe. Der Protest ist mit der Initiative für Ernährungssouveränität in der Schweiz angekommen. Die Agrar-Industrie schluckt Hof um Hof. Schweizer Bauern wechseln den Job, aber in Indien und Südamerika bedeutet die Aufgabe des Landes den Tod oder Eintritt in die lebenslange Abhängigkeit der Grossgrundbesitzer sowie Monsanto, deren Chemiekeulen die genetisch veränderten Pflanzen auch in Savannen leicht zu erntende Monokulturen spriessen lassen. Sie sorgen für schnellwachsende, fette Pflanzen, die innert wenigen Jahren den Boden komplett auslaugen.

Unsere Fleischproduktion hierzulande basiert fast vollständig aus importiertem Futtermittel aus Soya. Dieses wir auf ehemaligem Regenwaldgebiet angebaut. 75% der gesamten Soya-Produktion weltweit wird als Futtermittel für Fleischproduktion verwendet (!). Dafür wird der Amazonas-Regenwald abgeholzt. Das SRF spricht von 500 Fussballfeldern pro Stunde.

Photographer: Paulo Fridman/Bloomberg

Photographer: Paulo Fridman/Bloomberg

Im Amazonas und Cerrado-Gebiet Brasiliens, wo sich Sojafelder so gross wie der Kanton Graubünden ins Land fressen, leben viele Indigene Völker, welche von gewaltvoller Vertreibung und Umsiedlungen bedroht sind. Indigene Gemeinschaften, die nur noch aus wenigen hundert Individuen bestehen, wie beispielsweise die Enawene Nawe aus dem Bundesstaat Mato Grosso, kämpfen seit Jahren gegen Vertreibung ihres Volkes aus ihrem angestammten Gebiet und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage.

Die Initiative für Ernährungssouveränität plädiert für „eine Versorgung mit überwiegend einheimischen Lebens- und Futtermitteln und darauf, dass bei deren Produktion die natürlichen Ressourcen geschont werden“, dies kommt auch indigenen Völkern und Kleinbauern auf der ganzen Welt zugute.

Incomindios unterstützt daher diese wegweisende Initiative für Ernährungssouveränität.

 

Bild mit Quellenangabe Bloomberg:
http://www.bloomberg.com/news/articles/2014-01-10/amazon-soy-route-seen-extending-brazil-lead-on-u-s-commodities

Textquellen:
http://www.survivalinternational.org/indigene/enawenenawe
https://intercontinentalcry.org/yexwase-yet-a-symbol-of-hope-amidst-environmental-degradation/
http://www.srf.ch/news/panorama/der-gruenen-lunge-der-erde-geht-s-dreckiger-denn-je
http://www.zeit.de/2016/11/landraub-brasilien-bewegung-landlose-landarbeiter-soja-deutschland


Incomindios ist umgezogen :: Neue Adresse

Unser neues Zuhause und neue Postadresse lautet:

INCOMINDIOS
Wehntalerstrasse 124
8057 Zürich

Tel +41 (0)44 383 03 35
mail(at)incomindios.ch


The Open Cut. Mining, Transnational Corporations and Local Populations

titel mining bookINFOE Schweiz veröffentlicht eine englischsprachige Publikation mit 13 Fallbeispielen zu den sozialen und ökologischen Folgen des Bergbaus

Die rasante Ausbreitung des Bergbau- und Metallsektors in der letzten Dekade wurde begleitet von einer Zunahme sozialer Konflikte. Welche Auswirkungen haben solche Bergbauprojekte? Welche Strategien verfolgen transnationale Unternehmen um Zugang zu den begehrten Untergrundressourcen zu erhalten und ihre Aktivitäten zu legitimieren? Und wie reagieren mit Bergbau konfrontierte indigene und lokale Gemeinschaften auf die in ihren Gebieten agierenden Firmen?

Dieses Buch beinhaltet 13 Fallstudien aus Lateinamerika, Afrika, Asien, Australien und der Schweiz. Über 20 Autor/innen untersuchen die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Abbaus von Kupfer, Gold, Uran und anderen Mineralien in den unterschiedlichen Regionen. Mit einer ausführlichen Einleitung zum Thema und einem systematischen Vergleich der verschiedenen Bergbauaktivitäten anhand unterschiedlicher Entwicklungsphasen und sozialen Kontexten dient das in Englisch verfasste Buch als Nachschlagewerk für Aktivist/innen, Studierende und Forschende.

Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen unter www.infoe.ch


Filmpremiere: El Abrazo de la Serpiente

Ein Film über den Amazonas und seine indigenen Bewohner, für den Oscar nominiert

El Abrazo de la Serpiente von Ciro Guerra (Kolumbien)

Weisheit im natürlichen Zusammenleben, Respekt gegenüber der Natur, Bescheidenheit, Träume, und Visionen sind Schlüsselwörter bei den indigenen Völkern, die seit Jahrtausenden den Amazonas bewohnt haben – und die durch Ressourcenplünderung der Industriestaaten vom Austerben bedroht sind.

Ciro Guerra versetzt uns zurück in die Vergangenheit und führt uns durch seine neueste Filmproduktion – “El abrazo de la Serpiente” (Umarmung der Schlange) – in die geheimnisvolle Welt des Amazonas-Regenwalds. Der Film erzählt aus der Perspektive der Indigenen, die Geschichte zweier Forscher, die in verschiedenen historischen Momenten (1909 und 1940) ins Innerste des Amazonas eindrangen, um eine Pflanze mit ausseordenlichen Eigenschaften aufzuspüren, ohne sich den Folgen ihres Abenteuers Bewusstsein zu sein.

Bildausschnitte

Bildausschnitte

 

Spektakulärer Ton und eindrucksvolle Bilder in Schwarz-Weiss bringen uns näher an die traditionelle Lebensweise indigener Völker, die seit jeher in und mit dem Urwald gelebt haben. Der Zuschauer erhält Einblicke ins Wissen ihrer Ahnen, in uralte Geheimnisse und erfährt gleichzeitig die Fragilität des Amazonas.

Oscarnominiert für den besten nicht englischsprachigen Film ist “El Abrazo de la Serpiente” der erste kolumbianische Film, der für diesen Preis nominiert wird. Wir freuen uns sehr, dass dieser nominierte Film indigenen Inhalt behandelt.

Der Film wird in der Schweiz von Trigon-Film vertrieben und wird ab 28. Januar in den deutschschweizer Kinos sein.

>> Ab sofort im Kino


«La buena vida – Das gute Leben»

PREMIEREN DEUTSCHSCHWEIZ

Alle Vorpremieren mit anschliessender Diskussion mit dem Regisseur Jens Schanze und der
Wayuu Karmen Ramírez Boscán (Zürich und Bern)

Zürich, Sonntag, 17. Januar, 11h, Riffraff
St. Gallen, Sonntag, 17. Januar, 17:30h, Kinok
Luzern, Montag, 18. Januar, 18h, Stattkino
Bern, Montag, 18. Januar, 20:30h, Kino Rex
Basel, Dienstag, 19. Januar, 18:30h, kult.kino atelier

«La buena vida» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Energiekonsums, den das Streben nach Wachstum und Wohlstand verursacht.

 

Szenen aus dem Film

Szenen aus dem Film

 

Die indigene Wayúu-Gemeinschaft von Tamaquito, bewohnt die Wälder im Norden Kolumbiens und lebt von dem, was die Natur ihnen bereitstellt. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder.

Doch die Lebensgrundlage der Dorfgemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der grösste Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die Landschaft. Die Steinkohle für Kohlekraftwerke wird in alle Welt exportiert, auch nach England, in die Niederlanden und nach Deutschland.

Die Hauptfigur des Films und Anführer der Wayúu-Gemeinschaft, Jairo Fuentes, ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft wegen der Mine zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Betreibern der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne wie Anglo American, BHP Billiton oder die Schweizer Glencore stehen.

Die Konzerne versprechen den Dorfbewohnern Fortschritt und ein «besseres Leben», die Wayúu hingegen legen keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung. Sie beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird.