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Recht ohne Grenzen

Incomindios beteiligt sich an der Kampagne "Recht ohne Grenzen". Weitere Informationen zur Kampagene finden sie hier

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Willkommen auf unserer neuen Homepage!

Auch Schweizer Konzerne machen im Ausland ungestraft schmutzige Geschäfte.

Über drei Viertel der weltweiten Biodiversität liegt auf indigenem Land, welches durch vielfältige wirtschaftliche Interessen bedroht ist. Der Uranabbau, die Abholzung der Urwälder, die Erdöl- und Teersandausbeutung sowie die Übernutzung der Wasservorräte zerstören weltweit Böden und Gewässer.

Fordern Sie Bundesrat und Parlament auf, dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und die Umwelt weltweit respektieren müssen. Unterschreiben Sie die Petition der Recht Ohne Grenze Kampagne, die von Incomindios unterstützt wird.


Staudamm Belo Monte – Helfen Sie mit, die illegalen Bauarbeiten zu stoppen!

Am Xingu- Fluss im Amazonas soll das drittgrösste Wasserkfraftwerk der Welt gebaut werden.

Die Böden, die Wälder und das Land – kurz: die Lebensgrundlage – der dort lebenden indigenen Gemeinschaften würden weggeschwemmt und somit zerstört werden.

Im Januar 2012 erhielt der brasilianische Minenkonzern Vale den Public Eye Schmähpreis als das übelste Unternehmen des Jahres. Vale baut mitten im Amazonasgebiet den Belo-Monte-Staudamm. 40‘000 Menschen werden ohne Entschädigung zwangsumgesiedelt.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Staudammprojekt und den Protest der brasilianischen Indigenen.

Helfen Sie mit, den Bau des Belo Monte-Damms zu verhindern!


Appell für die Guaraní-Kaiowá in Brasilien

Amnesty International und GfbV Deutschland bitten um Beteiligung an einer Urgent Action anlässlich des Übergriffs auf die Guaraní-Kaiowá in welchem Nísio Gomes getötet und drei Kinder entführt wurden. Incomindios schließt sich diesem Aufruf an und bittet Sie um rege Beteiligung und Weiterverbreitung.

Durch den Verlust von nahezu ihrem gesamten Land in den letzten 100 Jahren, sind die Guaraní in extreme Armut geraten. Sie können nicht genug Nahrung anbauen, weil ihre Landrechte vollkommen ungeklärt sind oder die Flächen, auf denen sie leben, viel zu klein sind. Am schlimmsten ist die Situation der 37.000 Guaraní Kaiowá. Die Mehrheit aller brasilianischen Kaiowá leben heute eingepfercht in kleinen Schutzgebieten im Bundesstaat Mato Grosso do Sul, umgeben von Viehweiden, Soja- und Zuckerrohrplantagen. Manche besitzen überhaupt kein Land und leben unter Planen am Straßenrand. Die Selbstmordrate unter den Guarani gehört zu den höchsten in Südamerika.

Auf der Tagung des Runden Tisches Brasilien am Wochenende des 25.-27. Novembers waren dieser Überfall und die prekäre Situation der Guaraní-Kaiowa in Brasilien ebenfalls Thema. Die TeilnehmerInnen verfassten einen Brief an Dilma Rousseff, in dem sie die umgehende Aufklärung des Mordes an Nísio Gomes, Schutzmaßnahmen für die Gemeinschaft der Guaraní-Kaiowá und die Anerkennung ihrer territorialen Rechte einforderten.

Fordern Sie, dass der Aufenthaltsort der drei entführten Kinder umgehend ermittelt wird, der Tod des indigenen Gemeindesprechers Nísio Gomes unabhängig und sorgfältig untersucht wird und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Briefvorlage


Weltbank entsetzt Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten mit neuem Programm

Ein neues Programm der Weltbank, Program for Results genannt, lässt Kreditnehmer aufatmen und Menschenrechtsaktivisten erschaudern: Mit dem neuen Programm würden 26 Schutzvorrichtungen bei grossen Entwicklungsprojekten praktisch ausser Kraft gesetzt werden – darunter auch jene, welche Schutz für Indigene Gemeinschaften oder natürlichen Lebensraum bieten und nach jahrelangem Verhandeln endlich bindend waren. Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Was bedeutet das neue Programm für Indigene Gemeinschaften?

Die konkreten Folgen für die Indigenen Gemeinschaften sehen laut dem Bericht der Indian Law Resource Center besonders düster aus: Nicht nur ihr eigener Schutz wird aufgehoben, sondern auch Klauseln, die direkt mit ihnen in Zusammenhang stehen. So würden bei Missachtung des Schutzes für natürliche Lebensräume auch ihre Territorien den Programmen zur Verfügung gestellt, und ihre Zwangsumsiedlung wäre auch nicht mehr verboten. Weiter sind die Gebiete, auf die sich die Weltbank innerhalb der Regierungsprogramme ebenfalls fokussieren will, besonders relevant für Indigene Gemeinschaften: Transportsysteme, Bildung und Waldung. All diese drei Gebiete gehen mit enormen Beschneidungen der indigenen Lebensweise einher. Nicht selten werden nach dem Bau neuer Transportsysteme nicht nur zuerst viele Indigene umgesiedelt, es wird auch Zugang für Rohstofffirmen geschaffen, welche die dort reichlich vorhandenen Rohstoffe abbauen. Nicht selten werden dabei Krankheiten gebracht, gegen welche die Indigenen keine Resistenz haben und Prostitution und Ausbeutung der indigenen Frauen kommen häufig vor. Ähnlich traumatisch wirken sich Bildungsprogramme aus: Oftmals sollen alle Kinder in dieselbe Schule, welche vom Staat finanziert werden soll.

Indigene Kinder werden  von ihren Eltern getrennt und weit fort in Schulen gebracht, wo sie oft weder die Sprache verstehen und aufgrund des meist vorherrschenden Rassismus sozial ausgeschlossen sind. Eingriffe in das Forstwesen auf indigenen Territorien bedeuten einen Verstoss gegen das Recht der Indigenen Völker auf „permanente Souveränität über ihre natürlichen Ressourcen“ (permanent sovereignity over their natural ressources PSNR), die eng mit ihrem Selbstbestimmungsrecht, Eigentum und ihrer ganzen Lebensweise verbunden sind. Für sie ist Land nicht einfach Besitz oder Produktionsmittel, sondern ein spirituelles Element, welches für ihre Lebensweise absolut fundamental ist.

Das ILRC fordert deshalb, dass das Konzept der freien vorherigen Konsultation (Free Prior and Informed Consent) immer angewendet werden muss und sie in die Entwicklung von Programmen mit einbezogen werden müssen. Ausserdem fordern sie, dass die Gewinne, die aufgrund der Kommerzialisierung oder Entwicklung ihrer natürlicher Ressourcen erzielt worden sind, mit den Indigenen Gemeinschaften geteilt würden.


Erfolg im Kampf für die Menschenrechte

Valentina Rosendo Cantú und Inés Fernández Ortega: © CDHM Tlachinollan

Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú wurden 2002 von mexikanischen Soldaten vergewaltigt. Obwohl sie Anzeige erstatteten, wurde bis heute weder eine gründliche Untersuchung durchgeführt noch ein Beteiligter zur Verantwortung gezogen.

Inés Fernández wurde am 22. März 2002 vergewaltigt. Drei Soldaten betraten ihr Haus, als sie im Beisein ihrer drei Kinder das Essen zubereitete. Ein Soldat vergewaltigte sie, während die anderen beiden zusahen. Valentina Rosendo wurde von den Soldaten angegriffen, als sie am Fluss Kleidung wusch. Sie war erst 17 Jahre alt. Die Soldaten bedrohten das Mädchen und zwei von ihnen vergewaltigten sie.

Inés Fernández und Valentina Rosendo gehören der indigenen Gemeinschaft Me’phaa (Tlapaneca) an. Indigene Frauen erstatten nach Vergewaltigungen selten Anzeige, da sie sich vielen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Barrieren gegenübersehen.
Insbesondere angesichts der Versuche von Militärermittlern, die Anschuldigungen zu widerlegen und Opfern die Beweislast zuzuschieben haben die beiden Frauen mit der Anzeige und der weiteren Verfolgung ihrer Fälle vor mexikanischen und internationalen Gerichten viel Mut bewiesen. Die Zivilbehörden untersuchten die Fälle der beiden Frauen nur unzureichend, und darüber hinaus werden sie und ihre Familien eingeschüchtert. Am 28. August 2010 näherten sich zwei Männer der Tochter von Inés Fernández und drohten, die Familie zu töten, wenn sie die Gegend nicht verließe.

Im August 2010 gab der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte zwei Urteile zu Mexiko bekannt, in denen er eine umfassende Untersuchung durch die mexikanischen Zivilbehörden, Entschädigungszahlungen und eine Reformierung des Militärjustizsystems forderte.

Nun gilt es, das verbindliche Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte umzusetzen. Dazu gehört die umgehende, umfassende und unparteiische Untersuchung der Vergewaltigungen und Folterungen von Inés Fernández Ortega und Valentina Rosendo Cantú durch ein Zivilgericht und die Zusicherung wirksamer Schutzmaßnahmen und angemessener Entschädigungszahlungen.

Quelle: Amnesty International


Uranabbau bedroht Landwirtschaft in Tansania

In der Schweiz wird momentan über einen Ausstieg aus der Abhängigkeit von Atomstrom diskutiert.  Die Folgen und Auswirkungen der Atomkatastrophe, die sich in Fukushima im Frühjahr 2011 zugetragen hat, scheinen für viele schon wieder in den Hintergrund gerückt zu sein. Zu gross ist die Angst vor einem möglichen Komfortverlust und der Notwendigkeit, die Prämissen unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft grundsätzlich zu überdenken.

Unter Umständen kann es noch lange dauern, bis sich die Schweizer Bevölkerung mit den negativen Auswirkungen des Atom-Booms auseinandersetzen muss.  Andernorts ist dies jedoch schon bittere Realität: In Tansania bedroht ein geplantes Uranabbauprojekt die Lebensgrundlage ganzer Dorfgemeinschaften.

Hier finden Sie weitere Informationen über den Uranabbau in Tansania.

In der vergangenen Woche haben zwei Repräsentanten von tansanischen Nichtregierungsorganisationen an einem Treffen der Arbeitsgruppe des Komitees für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen teilgenommen. Sie brachten ihre ernsthaften Bedenken zum Ausdruck, dass die Rechte der tansanischen Bevölkerung durch Uranabbau-Projekte empfindlich verletzt werden könnten.

Grosse Teile des weltweiten Uranvorkommens liegen auf dem Grund von indigenen Völkern. Diese werden von ihren Ländereinen vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt, wie uns das Beispiel von Tansania vor Augen führt. Ein konsequenter Ausstieg aus der Atomenergie ist auch auf Grund der Menschenrechtsverletzungen, die in ihrem Namen begangen werden, unumgänglich. Dass dies kein fernes Zukunftsszenario sondern durchaus realisierbar ist, zeigen unter anderem aktuelle Studien des WWF.


También la lluvia, 3.1/4.1.2012, Kino Xenix

Der engagierte, etwas naive Jungregisseur Sebastián (Gael García Bernal) und sein Produzent Costa (Luis Tosar) wollen in der Umgebung der bolivianischen Provinzhauptstadt Cochabamba einen Historienfilm über Christoph Kolumbus aus Sicht der Kolonialisierten drehen. Der Film soll zeigen, wie es damals wirklich war, als die Spanier ankamen und die indigene Bevölkerung unterwarfen. Die Rollen der Indigenen werden vor Ort mit LaiendarstellerInnen besetzt; ihren Anführer spielt der unberechenbare Daniel (Juan Carlos Aduviri). Doch mitten in den Dreharbeiten wiederholt sich die Geschichte – 500 Jahre nach Kolumbus kommt es erneut zur Konfrontation. Diesmal geht es nicht um Gold, sondern um Trinkwasser, das die Regierung abstellt, um die Versorgung zu privatisieren. Die Folge sind Demonstrationen und soziale Unruhen, an denen sich Daniel an vorderster Front beteiligt. Als die Situation ausser Kontrolle gerät und die Gewalt eskaliert, droht das Filmprojekt zu scheitern.  Weitere Informationen und Filmtrailer.

Kino Xenix. Kanzleistrasse 52, CH-8004 Zürich (am Helvetiaplatz). Tram 8 und Bus 32 bis Helvetiaplatz, Tram 2 und 3 bis Bezirksgebäude

 


Weihnachtskartenverkauf

Der Advent ist da, und mit ihm kommen viele Möglichkeiten, Karten an liebe Menschen zu verschicken. Dafür eignet sich das schöne Weihnachtskartenset, das Sie exklusiv bei Incomindios bestellen können, hervorragend. Die farbenprächtigen Sujets von Bianca Hunkeler zeigen junge indigene Tänzerinnen, die Kapelle der Kerzen in Copacabana, Bolivien, farbenprächtige Accessoires der indigenen Südamerikanerinnen und einiges mehr.

Ein Set bestehend aus fünf Karten kostet CHF 20.-. Der Erlös geht vollumfänglich an Incomindios. Schenken Sie Freude und tun Sie dabei Gutes!

 

Sie können die Kartensets direkt im Webshop, unter mail@incomindios.ch oder 044 383 03 35 bestellen.

 


Exklusiver Kalender-Verkauf

Der Inuit Art Kalender 2012 ist dem Lebenswerk von Kananginak Pootoogook gewidmet, einer von Cape Dorset’s meist respektierten Künstlern. Die Bilder im Kalender umspannen Kananginak’s über 50-jährige Karriere, von “dieLegende des blinden Mannes und des Bärs”, Kananginak’s erstem Bild, das er zusammen mit seinem Vater Pootoogook im Jahre 1959 schuf, bis zu “wütender Bär” (2007) und “Dinge, an die ich mich erinnere”, das diesen Frühling veröffentlicht wurde. 

Mit dem Kauf eines Kalenders unterstützen Sie die Arbeit von Incomindios und helfen uns, zusammen mit den indigenen Völkern für ihre Rechte einzustehen.

Sie können diesen Kalender in limitierter Ausführung zum exklusiven Vorzugspreis von CHF 27.- bei uns beziehen. Bestellungen nehmen wir gerne unter 044 383 03 35 oder mail@incomindios.ch entgegen. Sie können die Kalender auch direkt im Webshop bestellen.


Bericht über die Kundgebung gegen Glencore und Xtrata

Am 12. Oktober hat die AGSAM in Zug zum Protestmarsch gegen zerstörerischen Rohstoffabbau in indigenen Gebieten in Kolumbien und Argentinien aufgerufen. Vertreterinnen von indigenen Organisationen legten vor den Firmensitzen der Rohstoffgiganten Glencore und Xtrata Flaschen mit verschmutztem Wasser nieder. Unverantwortlicher Rohstoffabbau gefährdet die Qualität von Trinkwasser und anderen natürlichen Ressourcen, auf welche die Anwohner der Abbaugebiete angewiesen sind. Das kontaminierte Wasser diente als Symbol für die unmittelbare Bedrohung für Mensch und Umwelt, die von den Aktivitäten von Glencore und Xtrata ausgeht.

Lesen Sie hier den Bericht über die Kundgebung und zur momentanen Situation in Argentinien und Kolumbien!