Kooperationen
Incomindios ist Mitglied bei Multiwatch, OECD Watch und Recht ohne Grenzen
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Seit 1974 setzt sich die Schweizer Menschenrechtsorganisation Incomindios für die Rechte der Indigenen Völker weltweit ein. Wobei ein besonderer Fokus auf Nord-, Mittel- und Südamerika gelegt wird. Seit 2003 hat Incomindios den Beraterstatus an der UNO (ECOSOC).
Die Frage, welche ethnische Gruppen als indigen bezeichnet werden können beziehungsweise sich selbst dieser Kategorie zuordnen, gibt weiterhin Anlass für Kontroversen. Letztlich enden alle Debatten immer wieder bei einer Arbeitsdefinition, die der ecuadorianische Anwalt und Diplomat José Martínez Cobo in seiner von den Vereinten Nationen in den 1970er Jahren in Auftrag gegebenen Studie zur Diskriminierung indigener Bevölkerungen formulierte.
Sie basiert auf verschiedene objektive Kriterien und einer subjektiven Selbstidentifikation. Zu den Gemeinsamkeiten indigener Gruppen zählt er die historischen Erfahrungen von Kolonialismus und Eroberung, die kulturelle Differenz von der nationalen Mehrheitsgesellschaft sowie die gegenwärtige Marginalisierung und Benachteiligung. Indigenität geht also nicht zwingendermassen mit einer bestimmten Lebensweise einher.
Am 26. Mai 2013 wollen der SGB-Präsident Paul Rechsteiner, die neue Miss Earth Schweiz Djoa Strassburg und der in St. Gallen wirkende Musicaldarsteller Frank Winkels auf die unglaubliche Geschichte von Leonard Peltier, eines Bürgerrechtlers und politischen Gefangenen der USA hinweisen, der über 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbrachte. Ohne Aussicht auf Freiheit. Sein Schicksal scheint in den USA in Vergessenheit zu geraten.
In ihren Vorträgen erklären der Linguist und Kulturwissenschaftler Michael Schiffmann und Dr. Michael Koch anhand von Filmausschnitten, warum und unter welchen haarsträubenden Umständen es zu dem fatalen Gerichtsurteil im Falle des Bürgerrechtlers Leonard Peltier kam. Musikalisch unterstützt werden sie dabei von Erke Duit, Dirigent, Komponist und Chorleiter, der zuletzt mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz arbeitete.
wann: 26.05.2013, 19.00 Uhr
wo: Offene Kirche, Böcklinstrasse 2, St. Gallen
Eintritt frei, Kollekte
 © Rebecca Sommer
In einem Brief an die brasilianische Regierung und Gesellschaft drücken die Munduruku ihre Ablehnung gegenüber dem Bau von Staudämmen in ihren Flüssen aus. Die Munduruku fordern, dass alle militärischen Truppen die von ihnen bewohnte Region verlassen und dass Indigene Völker bei sie betreffenden Angelegenheiten wie dem Bau von Staudämmen konsultiert werden, so wie es das ILO-Übereinkommen 169 fordert. Den Brief finden Sie hier
INCOMINDIOS wird am 1.-Mai-Fest in Zürich mit einem Infostand anwesend sein. Wir haben zahlreiches Infomaterial (vor allem zu der Thematik Indigene, Ressourcen & Unternehmen), Petitionen zum Unterschreiben, sowie Bücher und CD’s zu reduzierten Preisen zu verkaufen.
Wir würden uns über Euren Besuch freuen!
wo: Zeughaushof
wann: 1. und 4. Mai
http://www.1mai.ch/2012/index.php?id=197
Native Americans und der Kontinental-Imperialismus der USA 1803-1898
Prof. Dr. Aram Mattioli, Luzern
Di, 14. Mai 2013, 17.15-19.00 Uhr
Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, 6002 Luzern
(Raum 3.B52)
In dieser Sitzung werden zwei Referate gehalten. Das zweite Referat hält Maria Meier, MA, Luzern, Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt, Historisches Seminar.
http://www.unilu.ch/deu/veranstaltungen_128397.html
Die Schweiz wurde innerhalb weniger Jahre zu einer der wichtigsten Rohstoffdrehscheiben der Welt. Dies vor allem auf Grund der masslosen Steuerprivilegien für Rohstoffunternehmen. Heutzutage werden rund ein Viertel bis die Hälfte aller Rohstofftransaktionen weltweit direkt oder indirekt über die Schweiz abgewickelt.
Für eine kleine Minderheit sind der Rohstoffhandel und die Rohstoffspekulationen sehr lukrativ, sie häufte in den vergangenen Jahren enormen Reichtum an. Für Öl- und Minenarbeiter, Indigene Völker und für einen Grossteil der ländlichen Bevölkerung bedeutet dieses Geschäft aber Ausbeutung und Zerstörung. Durch Verschmutzung und Vergiftung von Wasser und Land zerstört der Rohstoffabbau die Umwelt und damit die Lebensgrundlage ihrer Bevölkerung.
Vom 16.-18. April findet in Zürich das European Gold Forum statt. Unternehmen, Banken und Investoren debattieren, wie sie den Handel mit Gold und die Goldförderung noch effizienter und rentabler abwickeln könnten. Gestern versammelten sich Aktivisten und Betroffene zu einer öffentlichen Kundgebung gegen das Forum. Mit dabei war auch Arthur Manuel, einer der wichtigsten indigenen Führungspersönlichkeiten aus British Colombia (Kanada). Gefordert wurden unter anderem die Einhaltung der Umwelt- und Menschenrechte durch Schweizer Multis, die Aufhebung der Steuerprivilegien für Unternehmen und Transparenz in den Finanzflüssen.
Das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet bedeutet Zerstörung eines einzigartigen Ökosystems und Vertreibung sowie Zerstörung der Lebensgrundlage Zehntausender Menschen, darunter vieler Indigener. Europäische Unternehmen profitieren von diesem zerstörerischen Projekt.
Eine Koalition verschiedener NGOs, darunter auch INCOMINDIOS, fordert die Einhaltung internationaler Umwelt- und Menschenrechtsstandards durch die beteiligten Konzerne. Weiterlesen
Palabras, silencios y la digna rabia – Worte, Stille und die würdevolle Wut
Lesung deutsch/spanisch mit musikalischer Untermalung. Traditionelle Geschichten aus dem Süden Mexikos werden neu interpretiert und mit der aktuellen zivilgesellschaftlichen Mobilisierung im Land verknüpft. Geschichten von Trauer und Träumen, Schmerz und Hoffnung, Momenten des Schweigens und des Zuhörens, vom Blick in die Ferne und vom langen Weg der Würde und Gerechtigkeit.
Lectura en alemán y español con música de fondo. Interpretación de textos de Chiapas (México). Voces para la libertad, la democracia y la paz. Textos sobre la tristeza y los sueños, la pena y la esperanza, los momentos de silencio y de atención, la mirada hacia lejos y el camino largo de dignidad y justicia.
02.04.2013, 19.00 Uhr, MAXIM Theater, Lagerstrasse 98, Dienstgebäude 09 der SBB, 8004 Zürich.
Lesung zu den Frauenmorden in Ciudad Juárez (Mexiko) – Lectura sobre las muertas de Ciudad Juárez (México)
Lesung deutsch/spanisch mit musikalischer Untermalung. Interpretationen von Texten aus Ciudad Juárez und der mexikanisch- US-amerikanischen Grenzregion. Texte über das Leben und Sterben in einer Grenzstadt, über Macht und Gewalt, Schweigen und Schmerz, aber auch über Wiederstand, Glaube und Hoffnung in einer Stadt, die zu den gefährlichsten der Welt gehört.
Lectura en alemán y español con música de fondo. Interpretaciones de textos de Ciudad Juárez y la región fronteriza México-Estados Unidos. Textos sobre la vida y la muerte, la violencia y el poder, el silencio y el dolor, pero también sobre la resistencia, la fe y la esperanza en una de las ciudades más peligrosas del mundo.
01.04.2013, 19.00 h, MAXIM Theater, Lagerstrasse 98, Dienstgebäude 09 der SBB, 8004 Zürich.
Am Sonntag hat in Genf das Youth in Action Training begonnen. Ziel der von INCOMINDIOS Schweiz in Zusammenarbeit mit diversen Partnerorganisationen organisierten Woche ist es, die politische, soziale und kulturelle Partizipation von Jugendlichen zu stärken sowie Solidarität und Toleranz zu fördern.
 TeilnehmerInnen und Roy, der Trainer
Während sieben Tagen werden 27 europäische Jugendliche aus Rumänien, Italien, Schweden, Finnland, Norwegen und der Schweiz ihr Wissen über Menschenrechte, Indigenen- und Minderheitenrechte sowie über die Vereinten Nationen vertiefen. Sie werden ausserdem lernen, wie sie Projekte planen, finanzieren und durchführen können und wie sie andere dazu motivieren können, für ihre Rechte einzustehen.
Im Training werden verschiedene Methoden benutzt, von interaktiven Vorträgen und Workshops über Diskussionen, Gruppenarbeiten, Austausch, soziale Medien bis hin zu Besuchen bei den Vereinten Nationen.
Das Training wurde grösstenteils vom Youth in Action Programm finanziert. Wir möchten uns gerne herzlich bei allen bedanken, die uns finanziell unterstützt haben.
Jeden Tag werden die TeilnehmerInnen in kleinen Gruppen über ihre Erfahrungen und das Gelernte bloggen. Den Blog finden Sie hier.

Es ist die weit verbreitete Meinung, dass Frankreich 2’500 Soldaten im Januar 2013 nach Mali geschickt hat, um die malische Armee im Kampf gegen die islamistischen Rebellen zu unterstützen. So hat Frankreich seiner früheren Kolonie Mali in den 1960er Jahren zwar die Unabhängigkeit ausgesprochen, jedoch pflegt Frankreich seither eine neokoloniale Beziehung mit seiner Ex-Kolonie. Frankreich unterstützt sie militärisch, um eine gewisse Abhängigkeit aufrechtzuerhalten. Dies nennt sich auch „Françafrique“.
Betrachtet man Frankreichs gegenwärtiges selbstloses Verhalten gegenüber Mali, stellt sich die Frage, ob „La Grande Nation“ nicht auch eigene Interessen verfolgt. Mali scheint auf den ersten Blick kein attraktiver Staat zu sein. Der Boden Malis ist oft so trocken, dass es den Menschen nicht möglich ist ihn zu bewirtschaften und der Grossteil der Bevölkerung hat noch nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser – Mali gilt als einer der ärmsten Staaten weltweit. Seine Erde ist jedoch reich an Bodenschätzen – neben Erdgas, Erdöl und Gold vermutet man grosse Uranvorkommen. Die meisten der begehrten Rohstoffe sind noch nicht erschlossen – viele multinationale Unternehmen sind auf der Suche nach ihnen. Frankreich gewinnt 75% seines Stroms aus Kernenergie, mit einem Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr ist es der weltweit grösste Strom-Exporteur. Zudem profitiert Frankreich von der Entwicklung und dem Export neuer Atom-Technologie. Sein wichtigster Energierohstoff ist deshalb das Uran. Weiterlesen
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