Kooperationen

Incomindios ist Mitglied bei Multiwatch, OECD Watch und Recht ohne Grenzen

Filmtipp: die Reise zum Sichersten Ort der Erde

© diereisezumsicherstenortdererde.ch

Ab Ende Oktober im Kino: die Reise zum Sichersten Ort der Erde

Seit Beginn der zivilen Nutzung der Atomenergie im Jahr 1956 gibt es ein Dilemma: wir produzieren «sauberen Strom» und hinterlassen den gefährlichsten Abfall überhaupt. Der hochradioaktive Atommüll bedroht uns für hunderttausende von Jahren. 350000 Tonnen sind es inzwischen weltweit – und jährlich kommen 10000 Tonnen dazu. Der Müll wird rund um die Welt provisorisch gelagert, in Kühlbecken auf Atomkraftwerksgeländen und in Zwischenlagern.

Die politische Strategie, diesem Dilemma zu entrinnen, heisst heute in allen Atomenergie produzierenden Ländern: Endlagerstandorte finden. Orte finden, wo die Gefahr für künftige Generationen bis in alle Ewigkeit gebannt ist. Ein solcher Ort kann nichts anderes als «der sicherste Ort der Erde» sein. Seit Jahrzehnten wird in vielen Ländern weltweit danach gesucht, wissenschaftlich geforscht und immer wieder werden mögliche Standorte verworfen.

Mit diesem Film begebe ich mich auf die komplexe Suche nach dem sichersten Ort der Erde. Menschen, die das Problem stellvertretend für uns alle lösen wollen, stehen im Zentrum des Films – ihr Bemühen, ihr Leiden, ihre Kämpfe, ihr Hoffen und ihre Niederlagen. Weitere Informationen

40 Jahre sind genug – Jetzt Petition unterzeichnen!

Unsere AKWs beziehen das benötigte Uran ausschliesslich aus dem Ausland (Russland, Nordamerika, Australien und Afrika). Nur 5% des abgebauten Uranerzes kann weiterverwendet werden. 95% bleiben als Abfall zurück. Die radioaktive Strahlung dieses Abfalls ist enorm. Rund drei Viertel des Uranabbaus findet auf dem Land Indigener Völker statt, sei es in den USA, Kanada, Niger oder Australien. Die gesundheitlichen Folgen sind erschreckend, vor allem das Risiko einer Erkrankung an Lungenkrebs steigt durch die Belastung deutlich an. Hinzu kommen die Umweltzerstörungen und die negativen Rückwirkungen auf das kulturelle und ökonomische Leben der Indigenen.

Unterschreiben Sie die Petition der Allianz “Nein zu neuen AKW”:

Ich fordere den Bundesrat und das Schweizer Parlament auf, den Atomausstieg in der Schweiz mit verbindlichen AKW-Laufzeiten von maximal 40 Jahren im Kernenergiegesetz festzulegen.

Link zur Petition:

http://nein-zu-neuen-akw.ch

UNESCO opfert Naturschutzgebiet für Uran-Mine

Selous ist das größte Wildtierreservat des Kontinents – dort leben die bedeutendsten Populationen der vom Aussterben bedrohten afrikanischen Wildhunde und der ostafrikanischen Elefanten.

Die UNESCO beschreibt Selous als „immenses Schutzgebiet von 50.000 Quadratkilometern, das der Mensch nur wenig beeinflusst hat. Dort leben zahlreiche Elefanten, Spitzmaulnashörnern, Geparden, Giraffen und Krokodile. Der Park zeichnet sich durch verschiedene Vegetationszonen aus, vom kompakten Dickicht bis zum offenen Grasland.“

Dennoch hat die UNESCO mit der Grenzänderung ermöglicht, dass nun im Schutzgebiet Uran zur Belieferung von Atomkraftwerken abgebaut werden kann. Die geplante Mine liegt in einem Elefanten-Korridor zwischen Tansania und Mosambik. Ausserdem sind die Massai von dieser Situation betroffen, da sie dieses Land mit ihren Tieren beweiden.

Die UNESCO beschreibt diesen unglaublichen Vorgang als „kleine Grenzänderung“. Immerhin wird Selous um knapp 200 Quadratkilometer verkleinert.

Schreiben Sie der UNESCO Generalsekretärin über Rettet den Regenwald e.V. einen Protestbrief und setzen Sie damit ein Zeichen gegen den Uranabbau!

AKW Mühleberg

News aus der Schweiz:

Wir gratulieren dem Komitee Mühleberg – Verfahren:

Bundesgericht verweigert der BKW-Beschwerdedie aufschiebende Wirkung

Der BKW droht per Ende Juni 2013 das Auslaufen der Bewilligung, wenn sie das vom BVGer verlangte umfassende Instandhaltungskonzept nicht rechtzeitig einreicht.
Fazit: die AG Uran freut sich, denn ein Aus des AKW Mühleberg würde auch weniger Uranabbau bedeuten. Finden Sie hier die Pressemitteilung.
Mehr Infos: www.muehleberg-ver-fahren.ch

Atomrechnung

Der Versuch einer Kostenwahrheit in der Atomwirtschaft. Informieren Sie sich dazu eingehend unter www.atomrechnung.ch

“Uran, Gesundheit und Umwelt” – Konferenz in Bamako / Mali, 16. – 18. März 2012

Das afrikanische Dorf FALEA, welches 21 Weiler und etwa 17 000 Einwohner zählt, befindet sich im Grenzgebiet Malis zu Guinea und Senegal. Es liegt auf einem traditionell landwirtschaftlich genutzten Hochplateau inmitten unberührter Natur mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Es gibt dort weder Elektrizität noch Fahrzeuge. Die Gegend ist während mehrerer Monate (Regenzeit) eine Enklave, das heisst vom malischen Kernland durch den Fluss Faleme abgetrennt. Der französische Atomkonzern Cogema (heute AREVA) entdeckte in FALEA vor Jahren Uranium-, Kupfer- und Bauxitvorkommen. Im Jahre 2007 schloss die Firma Delta exploration, heute Rockgate Capital Corp mit der Regierung Malis einen Vertrag über den Abbau dieser Rohstoffe ab. Die Vertragklauseln wurden stillschweigend vereinbart. Auf der Internetseite von Rockgate ist zu lesen, dass ein Gebiet von 150 km2 an die Kapitalgesellschaft Rockgate abgetreten wurde, aber der Ältestenrat, der seit 1995 institutionalisierte Gemeinderat und die Bevölkerung FALEAS wurden hingegen weder offiziell informiert noch gefragt. Im Jahre 2008 entstand eine Luftlandepiste, die kaum 50 Meter von der Schule FALEAS entfernt endet… weiter lesen!

FALEA ist ein Beispiel unter vielen. In den vergangenen Jahren haben sich Uranfirmen verstärkt Afrika zugewendet, um Uran zu finden und abzubauen. Mali und auch andere Länder in Afrika sind davon betroffen. Die Menschen vor Ort, oft sind es indigene Völker die besonders betroffen sind, NGOs und Regierungen sind über Methoden und Folgen des Uranbergbaus oft nicht umfassend informiert. Während der dreitägigen Konferenz “Uran, Gesundheit und Umwelt” wird vielseitig informiert über den Uranabbau in Afrika und seine Folgen für die betroffene Bevölkerung und ihren Lebensraum. Referate, Diskussionen und Filmvorführungen bieten ein abwechslungsreiches Programm, Raum für einen offenen Dialog und hoffentlich konstruktive Lösungsvorschläge.

Anmeldeschluss: 2. März 2012

Programm der Konferenz (D)

Programm der Konferenz (E)

Programm der Konferenz (F)

Uranabbau bedroht Landwirtschaft in Tansania

In der Schweiz wird momentan über einen Ausstieg aus der Abhängigkeit von Atomstrom diskutiert.  Die Folgen und Auswirkungen der Atomkatastrophe, die sich in Fukushima im Frühjahr 2011 zugetragen hat, scheinen für viele schon wieder in den Hintergrund gerückt zu sein. Zu gross ist die Angst vor einem möglichen Komfortverlust und der Notwendigkeit, die Prämissen unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft grundsätzlich zu überdenken.

Unter Umständen kann es noch lange dauern, bis sich die Schweizer Bevölkerung mit den negativen Auswirkungen des Atom-Booms auseinandersetzen muss.  Andernorts ist dies jedoch schon bittere Realität: In Tansania bedroht ein geplantes Uranabbauprojekt die Lebensgrundlage ganzer Dorfgemeinschaften.

Hier finden Sie weitere Informationen über den Uranabbau in Tansania.

In der vergangenen Woche haben zwei Repräsentanten von tansanischen Nichtregierungsorganisationen an einem Treffen der Arbeitsgruppe des Komitees für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen teilgenommen. Sie brachten ihre ernsthaften Bedenken zum Ausdruck, dass die Rechte der tansanischen Bevölkerung durch Uranabbau-Projekte empfindlich verletzt werden könnten.

Grosse Teile des weltweiten Uranvorkommens liegen auf dem Grund von indigenen Völkern. Diese werden von ihren Ländereinen vertrieben und ihrer Lebensgrundlage beraubt, wie uns das Beispiel von Tansania vor Augen führt. Ein konsequenter Ausstieg aus der Atomenergie ist auch auf Grund der Menschenrechtsverletzungen, die in ihrem Namen begangen werden, unumgänglich. Dass dies kein fernes Zukunftsszenario sondern durchaus realisierbar ist, zeigen unter anderem aktuelle Studien des WWF.

Soirée AKW-ADE im Breitsch-Träff – Bern:

Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich AKW-ADE-VeteranInnen,
Mühleberg-GegnerInnen, Anti-Atom-AktivistInnen und Erneuerbare Energien-Fans ab 19.00 Uhr im Breitsch-Träff Bern.
Damit hat die Berner Anti-Atom-Bewegung wieder einen neuen Treffpunkt, wenn auch nur einmal
im Monat – wo sich Interessierte austauschen, neue Ideen und Aktionen entwickeln können, Aktive ihre Projekte vorstellen und Theoretische ihre Hintergrund-Infos vermitteln können.
Komm doch vorbei!

Mi 2. November 2011: Mit aktuellen Infos zu Gorleben/Castor-Transport

Mi 7. Dezember 2011
Mi 4. Januar 2011
Mi 1. Februar 2011

Mehr Infos:

akw-ade.ch

breitsch-traeff.ch

Nach dem Entscheid des Ständerats, aus der Atomenergie auszusteigen

Einmal mehr ist Aufatmen angesagt, aber nur kurz: es werden zwar keine neuen Rahmenbewilligungen für neue Reaktoren erteilt, aber die Atomenergieforschung soll ja nach Wunsch des Ständerats fortgesetzt werden, das lässt alle Türen offen, denn für eine sinnvolle Forschung braucht es Rohstoffe (URAN!!) und letzten Endes Versuchslabors und -reaktoren!

Für unsere “constituency” – v.a. die Indigenen in den USA, Kanada, Namibia, Niger, Tansania, Südafrika und Australien – heisst das eine Fortsetzung / Intensivierung des Uranabbaus. Und dieser wird sicher nicht plötzlich nachhaltiger, ökologischer, sicherer: das ist schlicht zu teuer und nicht im Business Plan vorhanden…Und zB Obama setzt klar auf Atomstrom.
Fazit: INCOMINDIOS bittet alle in der Allianz “Nein-zu-neuen-AKW” zusammengeschlossenen Organisationen, in den politischen Vorstössen daran zu denken, dass es Uran immer noch braucht, und dass tagtäglich Menschen unter dem 1. Schritt dieser verheerenden Technologie leiden.

Indigene leiden unter dem Uranabbau

Medienecho nach dem IPPNW Urankongress
Am 26. August 2010 fand in Basel im Rahmen der IPPNW-Weltkongresses eine Vorkonferenz mit indigenen Vertretern statt. Die Sprecher der indigenen Völker schilderten, wie ihre Gemeinschaften unter dem Uranabbau leiden. Sie sind nicht nur wesentlichen gesundheitlichen Risiken (u.a. Lungenkrebs) ausgesetzt, sondern auch ihr Wasser und Land wir in Mitleidenschaft gezogen. Das Thema löste einige Reaktionen in den Medien aus, auch dank der Medienkonferenz, die Incomindios zusammen mit “Fokus Anti-Atom” organisiert hatte.

Radio SWF 2: Die schmutzige Seite der Atomkraft (Sendung vom Montag, 31.8.2010, 16.05h, 5.30 min)

Der Bund: Wo das Uran für Mühleberg herkommt (Artikel vom 31.8.2010)

enews: Menschen aus strahlenverseuchten Regionen (Artikel vom 31.8.2010)

Onlinereports: Indigenen-Deklaration: “Atomfreie Zukunft für alle Völker” (Artikel vom 29.8.2010)

Bericht zu Charmaine White Face (Sie nahm auf Einladung der AG Uran von Incomindios an der Konferenz teil).